Extrablatt 2


Glockengeläut und Turmmusik statt Gottesdienst

Voraussichtlich bis zum 19. April werden alle Gottesdienste und Veranstaltungen der Kirchengemeinden ausfallen. Welche Entscheidungen nach Ostern fallen werden in Bezug auf die Wiederaufnahme ab 20.4. werden Sie auch aus den Medien erfahren. Das Konzert am 25.4. in Rehfeld ist bereits abgesagt.

 

Die Glocken unserer Kirchen erklingen an jedem Sonntag sowie am Karfreitag von 9:25 – 9:30 Uhr. Vielleicht mögen Sie sich danach den Fernseh-Gottesdienst ansehen, einen Radiogottesdienst hören oder ein stilles Gebet sprechen: für alle vom Virus betroffenen Menschen, für die Familien, die Leid erfahren, für alle in medizinischen Diensten Tätigen, für alle Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft und in unseren Dörfern.


Rund um die Uhr hat die Notfallseelsorge des Landkreises Prignitz ihr Seelsorge – Telefon geschaltet: unter 0160 99 69 14 16 können sich alle mit ihren Sorgen und Ängsten auch dorthin wenden – auch diejenigen, die im Landkreis OPR oder im Landkreis Stendal leben.


Ostern ist das wichtigste Fest für Christen, weil es ein bleibendes Zeichen ist für den Aufbruch (des Grabes, aus Hoffnungslosigkeit und aus unseren Begrenzungen), den Neubeginn (für alle, die auf Gott vertrauen) und für die Hoffnung (das Leben gegen den Tod und alles Zerstörende hat mehr Kraft als Resignation und Krise).

 

Darum laden die Gemeindekirchenräte ganz besonders ein zu einer kleinen Osterandacht (siehe Innenseiten) oder zum Fernsehgottesdienst, der um 9:30 Uhr im ZDF beginnt. Wenn dann um 10:15 Uhr bekannt gemacht wird, dass von Tausenden Kirchtürmen im Land Bläser ein Osterlied in unsere von der Corona-Krise geprägte Zeit hinein musizieren – dann machen auch Sie Fenster und Türen auf und hören, ob dies auch von der Kirche in Ihrem Dorf erklingt.

 

Die Kirchen in den Dörfern sind – soweit dies möglich ist – ab Karfreitag für´s stille Gebet geöffnet.

 

Bleiben Sie gesund und behütet! Henning Utpatel


Bibeltext und Gebet für Karfreitag

Bibeltext

 

Nahe bei dem Kreuz, an dem Jesus hing, standen seine Mutter und ihre Schwester. Außerdem waren Maria, die Frau von Klopas, und Maria aus Magdala dabei. Jesus sah seine Mutter dort stehen. Neben ihr stand der Jünger, den er besonders liebte. Da sagte Jesus zu seiner Mutter: „Frau, sieh doch! Er ist jetzt dein Sohn.“

Dann sagte er zu dem Jünger: „Sieh´ doch! Sie ist jetzt deine Mutter.“

Von dieser Stunde an nahm der Jünger sie bei sich auf.

Nachdem das geschehen war, sagte Jesus: „Jetzt ist alles vollendet.“

Er ließ den Kopf sinken - und starb. Johannes 19, 25-30 (in Auswahl)

Gebet

 

Jesus, du bist für uns diesen weiten, dunklen Weg gegangen.

Einsam warst du. Verspottet warst du. In den Tod gedrängt.

Fragen hast du in den Himmel geschrien. Das musste so sein.

Wenn es dunkel um uns herum ist, tröstest du uns.

Du kennst all’ die Wege, die wir gehen. Du bist sie vor uns gegangen,

um für uns das Licht anzumachen. Amen.

Ich bitte für...........

 

und an alle, die ich lieb habe, ich denke an sie.

Ich wünsche ihnen..............

Ich denke an alle, die Menschen verleugnen.

Ich denke an die, die Menschen verraten.

Gott, zeig ihnen den Weg zu sich selbst – und zu dir.

 

Ich denke an alle, die Macht haben –

und in der Gefahr stehen, sie zu missbrauchen.

Lass sie verantwortlich handeln.

 

Guter Gott, sei du mit allen, die dabei stehn,

dass sie nicht weglaufen, nicht wegsehen,

sondern sich couragiert gegen Unrecht einsetzen.

 

Ich denke an alle, die es in diesen Tagen schwer haben, und an diejenigen, die eine große Last tragen in ihrem Tun für andere. Ganz besonders bete ich für ……… Schenke ihnen und mir deinen Segen.

 

Amen - evtl. das Vaterunser anschließen


Bibeltext und Gebete für Ostern

Bibeltext

 

Maria (aus Magdala) blieb draußen vor dem Grab stehen und weinte.

Mit Tränen in den Augen beugte sie sich vor und schaute in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel. Sie trugen leuchtend weiße Gewänder und saßen dort, wo der Leichnam von Jesus gelegen hatte.

Einer saß am Kopfende, der andere am Fußende. Die Engel fragten Maria: „Frau, warum weinst du?“ Maria antwortete: „Sie haben meinen Herrn fortgebracht. Und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben!“ Nach diesen Worten drehte sie sich um und sah Jesus dastehen. Sie wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus fragte sie: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“ Maria dachte: Er ist der Gärtner. Darum sagte sie zu ihm: „Herr, wenn du ihn fortgeschafft hast, dann sage mir, wo du ihn hingelegt hast. Ich will ihn zurückholen!“ Jesus sagte zu ihr: „Maria!“ Sie wandte sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: „Rabbuni!“ (Das heißt: „Lehrer/Meister!“)

Jesus sagte zu ihr: „Halte mich nicht fest!“

Maria aus Magdala ging zu den Jüngern. Sie verkündete ihnen: „Ich habe den Herrn gesehen!“ Und sie erzählte, was er zu ihr gesagt hatte.

 

Johannes 20, 11-18 (in Auswahl)

Gebet

 

Zu Ostern bist Du über deine Grenzen gehoben worden von Gottes Hand.

Geheimnisvoll. Und mit der einen Absicht, uns für das Leben stark zu machen. Uns Weite und Licht zu schenken, wenn wir selbst an Grenzen kommen.

Mitten im Leben und auch im Sterben. Gottes Hand hebt aus den Tiefen heraus.

Wir staunen darüber und leben davon. Danke, Gott. Amen.

Ich bitte heute für ...

 

Und an alle, die ich lieb habe, ich denke an sie.

Ich wünsche ihnen...

In deinem Namen, Jesus, du Auferstandener, sind wir beschützt.

So hilf uns, wenn wir allein sind, wenn wir Angst haben.

In deinem Namen Jesus, du Auferstandener, sind wir geliebt.

So hilf uns, wenn wir kein Zutrauen mehr haben, wenn wir am Ende sind.

Im Vertrauen auf Dich, Jesus, lebe ich auf – und bete für die Menschen,

denen ich besonders ein Aufleben wünsche, für …….....

Behüte sie und meine Familie und mich. Schenke uns allen deinen Segen. Amen. – evtl. das Vaterunser anschließen


Manche

zünden abends eine Kerze an und stellen sie um 20 Uhr für 10 Minuten ins Fenster.

Manche

halten um 20 Uhr Stille und beten für andere.

Manche

unterbrechen den Tag wie der Bischof unserer Landeskirche, Christian Stäblein, um 12 Uhr mittags und nehmen sich Zeit für ein stilles Gebet.


In den vergangenen Wochen verstarben zwei frühere Gemeindeglieder aus dem Pfarrsprengel. Die Trauerfeier für Gerda Lüdtke fand am 3.4. im engsten Familienkreis in Breddin statt. Die Trauerfeier für Christine Wöhlert wird ebenfalls im engsten Familienkreis in Kötzlin stattfinden. Denken Sie bitte besonders an die Familien der Verstorbenen, die auf Grund der aktuellen Einschränkungen ohne den Beistand von Menschen aus ihrem Dorf Abschied nehmen.


Information für alle Breddiner: Die Bauarbeiten in und an der Kirche gehen zügig voran. Nach Ostern werden die Wegearbeiten entlang der Kirche stattfinden. Der Durchgang zum Friedhof wird für einigen Wochen gesperrt sein. Wir bitten um Verständnis.

Information für alle Kötzliner: Bedingt durch die Sanierungsarbeiten am Kirchturm Kötzlin wird ein besonders gekennzeichneter Weg an der Baustelle vorbei zum Friedhof führen. Bitte seien Sie vorsichtig an der Baustelle!


EINE BITTE: Durch den Ausfall der Gottesdienst- Kollekten fehlen für unsere Gemeindearbeit sowie für viele Bereiche in der Landeskirche wie z.B. Hospiz-arbeit, Diakonie, Flüchtlingsarbeit, Kirchensanierung u.a. diese Spenden. Wenn es Ihnen möglich ist, spenden Sie bitte, um die vielen Arbeitsbereiche nicht zum Erliegen kommen zu lassen. Wir teilen die eingehenden Spenden auf und teilen im nächsten regulären Gemeindebrief die Höhe der eingegangenen Spenden mit.

 

Konto (für alle): Kirchengemeinde Barenthin (Kontoinhaber)

 

IBAN: DE62 1605 0202 1560 0006 74 Verw.-zweck: Osterspende