Extrablatt zum Gemeindebrief


Corona! Alles abgesagt?

 

Sonne ist nicht abgesagt

Frühling ist nicht abgesagt

Beziehung ist nicht abgesagt

Liebe ist nicht abgesagt

Lesen ist nicht abgesagt

Musik ist nicht abgesagt

Fantasie ist nicht abgesagt

Freundlichkeit ist nicht abgesagt

Gespräche sind nicht abgesagt

Hoffnung ist nicht abgesagt

Beten ist nicht abgesagt


Unser Alltag verwandelt sich gerade rasant. Es ist anders als all das, was wir parallel dazu in der Natur erleben: ein Aufblühen, Erwärmen und Vogelgesang. Die Verwandlungen, die uns auf Grund der Corona-Krise auferlegt werden, grenzen uns ein. Sie beunruhigen uns, obwohl ihr Ziel ist, die Gefahren durch weniger Begegnungen zu mindern: durch Ruhe in Gaststätten, Kinos, Kirchen, Geschäften usw. Gerade jetzt brauchen wir Zuwendung, Zuspruch und eine wohl ganz neue Form von Offenheit. Lassen Sie sich durch die Zeilen oben, die uns Superintendentin Menard schickte, anregen zur Suche nach etwas Neuem, das uns helfen kann. Und lassen Sie uns aufeinander achten – es ist so wichtig in diesen Wochen.

 

Wir möchten Ihnen mit diesem „Gemeindebrief – Extrablatt“ einige Mitteilungen machen, die darüber informieren, was sich im Blick auf die Ankündigungen im Gemeindebrief März bis Mai ändert.

Henning Utpatel


Wort des Bischofs der Ev. Kirche Berlin-Bradenburg-Schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, vom 18. März 2020

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder!

Die Ausbreitung des Corona-Virus ist beängstigend. Sie fordert uns heraus. Viele Maßnahmen werden dieser Tage ergriffen, wir versuchen uns und unsere Mitmenschen so gut es geht zu schützen. Geschäfte wer-den geschlossen, Zusammenkünfte verboten, ja, wir müssen Gottesdienste absagen. Das ist schmerzhaft, macht Sorge, war so auch noch nie da. Aber es ist richtig. Die Gesundheit der Menschen, gerade auch derer, die durch das Virus besonders verwundbar sind, geht immer vor. Wir wollen, ich will achtsam sein, gerade für die Menschen, die uns jetzt brauchen. Die so schnell aus dem Blick geraten, schauen wir gerade auch auf sie!

Gott erspart uns nicht alle Bedrängnisse des Lebens. Aber er hat uns verheißen, bei uns zu sein. Ich vertraue darauf, dass Gott uns trägt. Dieses Vertrauen schenkt uns Gott. In Unsicherheit und Ängsten, in Kranksein und auch im Sterben bleibt er. Hält mit uns aus. Und hält uns fest bei sich.

Für mich ist das Beten Hilfe und Kraftort. Hier kann ich meine Sorgen vor Gott bringen. Hier kann ich aussprechen, was mich bewegt an Zweifeln, Fragen, Ängsten, an Dank und Liebe. Es ist der Ort, der ohne physische Berührung mein Herz berührt. Beten ist für mich der Pulsschlag des Glaubens, gerade jetzt.

Ich möchte Ihnen sagen, dass ich von nun an diese Tage jeden Mittag um 12.00 Uhr ins Gebet gehen will. Ein paar Worte zu Gott, unbedingt die Bitte für die, die krank sind und alle, die sie pflegen, ein Vaterunser, eine Bitte um Segen. Von nun jeden Tag immer um 12.00 Uhr. Ich lade Sie ein, mit in dieses Gebet zu gehen, wo immer Sie gerade sind.

Gott bleibt, bleiben Sie behütet!

 

Ich grüße Sie herzlich, Ihr Christian Stäblein

Weitere Informationen finden Sie in den beiden Untermenüs Extrablatt 1 und 2Herausgeber des Gemeindebriefes Extrablatt: Evang. Pfarramt